HIV/AIDS ist auch ein wichtiges Thema im Rahmen der Berufsausbildungen im Pflegebereich, sei es in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege.
Auch wenn die Auszubildenden und die bereits in diesem Bereich tätigen Personen meist über fundierte Kenntnisse zu den medizinisch-biologischen Aspekten der HIV-Infektion (Übertragungswege, Krankheitsverlauf, Replikationszyklus des HI-Virus) verfügen, fällt es ihnen unserer Erfahrung nach aber oft schwer, dieses abstrakte Wissen zu den konkreten Bedingungen und alltäglichen Erfordernissen ihrer Arbeit in Beziehung zu setzen.
An diesem Punkt knüpfen unsere Präventionsveranstaltungen für Pflegeberufe an. Ausgehend von konkreten Situationen des Pflegealltags thematisieren wir die tatsächlichen Infektionsrisiken sowie den adäquaten Umgang hiermit, aber auch übersteigerte Befürchtungen und Ängste. Wir besprechen Vorkehrungsmaßnahmen und Postexpositionsprophylaxe (PEP) bei Nadelstichverletzungen, vermitteln Informationen zu HIV-Infektion als Berufskrankheit und geben Hilfestellungen zur Einnahme der Perspektive eines HIV- oder AIDS-Patienten.
Die AIDS-Hilfe Trier e.V. bietet Präventionsveranstaltungen für Pflegeberufe in Trier und den Kreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Daun, und Birkenfeld an. Die Veranstaltungen können gegen Honorarrechnung sowohl in Trier als auch in den Einrichtungen vor Ort durchgeführt werden.
Als zeitlicher Rahmen sind mindestens 90 Minuten zu veranschlagen, aber meistens ist es sinnvoll, die Veranstaltungen auf einen noch längeren Zeitrahmen auszulegen. Organisation und Durchführung erfolgen durch das Präventionsteam der AIDS-Hilfe Trier e.V., einem speziell hierzu ausgebildeten Ehrenamtlichenteam, das von einem hauptamtlich beschäftigten Diplom-Psychologen angeleitet, ausgebildet und supervidiert wird.

