Das Projekt lief zum 30.04.2009 aus. Veranstaltungen können über dieses Projekt nicht mehr angeboten werden.
Die AIDS-Hilfe Trier e.V. ergänzt ihre bisherigen Präventionsangebote durch ein Projekt, das sich speziell an benachteiligte Jugendliche wendet, die durch die üblichen Methoden der HIV-Präventionsarbeit meist nur schwer zu erreichen sind. Aus diesem Grunde werden im Rahmen dieses Projektes gezielt Angebote zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) geschaffen, die in der individuellen Lebenswelt der benachteiligten Jugendlichen verankert sind und ihnen Information und Unterstützung „vor Ort“ bieten, also in der Alltagswelt, in der gesundheitsrelevante Probleme überhaupt erst auftreten. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Behindertenhilfe Aktion Mensch e.V. und erstreckt sich über den Zeitraum Mai 2006 bis April 2009.
Das Projekt richtet sich zum einen an die Zielgruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen (etwa Jugendliche mit Migrationshintergrund, aus niedrigen sozioökonomischen Verhältnissen und/oder mit niedrigerem Bildungsstand), die oft nur unzureichend über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbar Krankheiten (STDs) informiert und besonders anfällig für fehlerhafte und missverständliche Informationen der Presse z.B. über die Behandelbarkeit einer HIV-Infektion sind. Häufig finden sich bei diesen Jugendlichen auch rigidere Vor- und Einstellungen zur Rolle der Frau sowie zu Homo- und Bisexualität, die die Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS und das Ergreifen eigener Schutzmaßnahmen behindern („Verhütung ist Frauensache“; „AIDS interessiert mich nicht, ich bin nicht schwul“). Zum anderen wendet sich das Projekt an Jugendliche in einer aktuellen persönlichen oder familiären Krise (z.B. ungewollte Schwangerschaft, ungewollte Mutter-/ Vaterschaft, Arbeitslosigkeit, Verschuldung, psychische Krise), die vor allem deshalb für eine Ansteckung mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten anfällig sind, da für sie andere Probleme als sexuelles Schutzverhalten im Vordergrund stehen.
Um diese Jugendlichen überhaupt mit unserer Präventionsarbeit erreichen zu können, wird im Rahmen des Projektes ein Kooperationsnetz aufgebaut, in dem verschiedenste Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe aus den Kreisen Trier (Stadt), Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Daun, Cochem-Zell und Birkenfeld vertreten sind. Darüber hinaus haben die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) sowie die AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz e.V., der Dachverband aller rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen, ihre Unterstützung für und ihre Kooperation mit diesem Projekt erklärt.
Um möglichst vielen benachteiligte Jugendliche der Region Trier mit dem neuen Präventionsangebot erreichen zu können, ist es jedoch wichtig, dass weitere Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe als Kooperationspartner gewonnen werden können. Die Angebote werden sowohl in inhaltlicher als auch methodischer Hinsicht auf die jeweiligen Besonderheiten der Kooperationspartner und ihres Klientels abgestimmt und können nach individueller Bedarfslage zusammengestellt werden. Dank der finanziellen Förderung unseres Projektes durch die Aktion Mensch sind diese Angebote für die Kooperationspartner absolut kostenfrei.

